Festlicher Start in den Advent

Bereits zum 60. Mal jährte sich das Matinéekonzert des Hochschulorchesters Esslingen, das vor der voll besetzten Aula Flandernstraße stattfand
Mit Griegs Konzertouvertüre „Im Herbst“ stand ein außergewöhnliches und selten gespieltes Werk auf dem Programm. Das sinfonische Werk, das ursprünglich Niels Gade gewidmet war und eine Bearbeitung norwegischer Volkslieder beinhaltet, erklang unter Leitung von Steffi Bade-Bräuning in
feinsten Nuancen in der Abstimmung der Bläser und Streicher. Besonders glänzten hier die Streicher unter Konzertmeisterin Anke de Veer durch differenzierte Artikulation und hohe Flexibilität im Klang.
Bachs erste Kantate des Weihnachtsoratoriums erklang mit dem polyphon-festlichen Eingangschor mit der Unterstützung der SING_UNI sowie des Esslinger Liederkranzes. Chor und Orchester musizierten nicht nur hier, sondern auch in den Chorälen homogen und in guter Balance mit dem Orchester. Was im Eingangschor an Virtuosität geboten wurde, fand seinen wohlgesetzten Kontrast in den sensibel musizierten Chorälen.
Herausragender Trompeter
Als herausragender Instrumentalist ist Christoph Wagner an der Trompete zu nennen, der die höchst anspruchsvolle Solopartie mit Bravour zu Gehör brachte. Als Gesangssolisten überzeugten hier ebenso wie in Mozarts Vespermesse KV 339 Hemelly Passos de Oliveria (Sopran), Evgenya Kühme (Alt), Tobias Liebelt (Tenor) sowie Benjamin Holzinger (Bass), die nicht nur als Solisten, sondern ebenso als Solistenteam überzeugten. In Abstimmung mit Chor und Orchester ergab sich ein dynamischer musikalischer Dialog, der das Publikum zu Standing Ovations hinriss.
Hochschulrektor Prof. Christof Wolfmaier betonte die Bedeutung der Hochschulmusik im kulturellen Kontext der Stadt Esslingen und bedankte sich bei allen Beteiligten. „Es ist eine wichtige Botschaft, die mit diesem Konzert überbracht wird, ein Bekenntnis zur Kultur als friedensstiftende Kraft in unserer
Gesellschaft“, sagte er.

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