Rede X Kurata zum Semesterbeginn SS26

Liebe Bundes- und Farbenbrüder, liebe Gäste, ich bitte nun um eure Aufmerksamkeit für ein paar Worte. Wir stehen wieder am Beginn eines neuen Semesters. Besser gesagt, nachdem die Semesterferien so schnell gegangen sind, wie sie gekommen sind, stehen wieder lange Stundenpläne, reichlich Koffein und lange Nächte vor der Tür. Ich befinde mich inzwischen in meinem fünften Semester und frage mich oft, wie rasant die Zeit vergangen ist. Immer wieder denke ich an meinen Studienbeginn zurück – und natürlich auch an meinen Weg zur Staufia.

Ich weiß es noch genau, auf der Suche nach einer Bleibe in Esslingen, kam ich auf das Staufenhaus. Dort wurde ich herzlich von BB EarlG, BB Track und meinem Biervater BB Gus empfangen. Nachdem, die 3 mir behutsam das Prinzip einer Studenten Verbindung näherbrachten und die Verwirrung in meinem Gesicht groß geschrieben stand, beschloss ich trotzdem einzuziehen und diesen Weg einzuschlagen. Die Wege im Leben, die wir auf uns nehmen sind meist ungewiss, sie sollten deshalb nicht unentdeckt bleiben. Irgendwann hat man keine andere Möglichkeit, als ins kalte Wasser zu springen und die ersten Erfolge, wie auch Fehlschläge zu erleben. Sei es im Studium, eine gescheiterte Prüfung, Zukunftsängste, aufgrund des Arbeitsmarktes oder die Ungewissheit und Sorgen, die der Alltag so mit sich bringen kann.
Solche Momente gibt es auch. Doch gerade diese unsicheren Momente bringen uns voran. Sie zeigen uns, dass Entwicklung Mut braucht – und dass jeder von uns, bereits ein Teil von diesem Mut in sich trägt.

Und was könnte besser zu diesem Semesterstart passen als der Frühling, der Lenz –, der uns jedes Jahr zeigt, wie kraftvoll ein Neubeginn sein kann. Nachdem der Winter uns in die warmen Häuser gezwungen hat, brechen die ersten Sonnenstrahlen, durch die dichten Wolken hervor. Neues Leben erwacht, Farben kehren zurück und reichlich schönes Wetter. Lass uns gemeinsam den Lenz mit einem prächtigen Cantus begrüßen. Da die Rede vom Lenz war, dürfen wir die Liebe nicht vergessen. Und zwar die Liebe zum Leben, zur Gemeinschaft in den Verbindungen, die Liebe zur Freundschaft und zu den Wegen, die vor uns liegen. Denn dank ihr, und dank der Leidenschaft damaliger und heutiger Bundesbrüder bleiben Traditionen und Geschichte von Verbindungen lebendig.
Lasst uns also alle gemeinsam anstoßen – auf den Neuanfang, auf ein Semester voller Chancen und Überraschungen und auf die Wege, die wir mutig gehen.

EIN VIVAT CRESCAT FLOREAT Staufia in Tempore

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