Schlittschuhlaufen und Dialog im Dunkeln

Acht BBBB auf Abenteuerreise: Zwischen völliger Dunkelheit, feuchtfröhlicher Kneipe und wackligen Pirouetten – ein Frankfurt-Wochenende voller Überraschungen.

An einem Samstagmorgen Mitte November machten sich acht mutige BBBB auf den Weg in die gefürchtete Metropolregion am Main. Es war wieder so weit – das Sport- und Kulturevent stand an.
Um die zweistündige Zugfahrt erträglich zu gestalten, teilte die Reiseleitung mit rührender Fürsorge Lunchpakete aus. So konnte der erste Hunger gestillt und die gute Laune aufrechterhalten werden. Der Rest der Fahrt wurde höchst effektiv genutzt: Informationsaufnahme im Retroformat – andere nennen es Zeitung lesen –, Vorbereitung auf die Burschenprüfung unter ähnlich anstrengenden Bedingungen und ein praxisorientierter Crashkurs im Zigarettendrehen, souverän angeleitet von BB Vanellope. So war die akademische und handwerkliche Weiterbildung der Reisegruppe bereits vor Frankfurt gesichert.

In Frankfurt begrüßte uns ein freundlicher Nieselregen, den wir schnell hinter uns ließen. Der kulturelle Teil des Wochenendes führte uns in den Dialog im Dunkeln, wo wir Frankfurt einmal komplett ohne Augen erleben durften. Unter der souveränen Führung von Tanja tasteten wir uns durch Parks, Bars und ein Kino – alles in absoluter Finsternis. Kommunikation war nur verbal möglich, was spätestens dann zur Herausforderung wurde, als BB Filip bei jeder Anweisung so laut antwortete, dass Tanja beinahe nicht nur blind, sondern auch taub geworden wäre. Am Ende: einstimmige Begeisterung.

Nach einer kurzen Pause und einem edlen Steak-Döner war es nun Zeit, die couleurstudentische Szene Frankfurts näher kennenzulernen. Unser Kontaktmann war verhindert, versprach aber liebevolle Betreuung durch seinen Bundesbruder – und tatsächlich erwartete uns niemand Geringeres als Paul Ehrendburg – Z-Promi der Korposzene, Bierorgler von Berufung und Podcaster. Danach gab es eine kleine Hausführung und einen spannenden Abriss über die Greiffensteiner Geschichte, während wir unsere Stimmbänder ölten und uns auf die anstehende Kneipe einstimmten.

Die Kneipe beim Wingolf bot mit zahlreichen Kolloquien viel Zeit zum Austausch mit den anderen Gästen. Die obligatorische Kritik an der Kneipendisziplin fehlte auch hier nicht. Zur Überraschung aller Staufen waren damit nicht wir, sondern die anderen Gäste gemeint. Es wurde gesungen, gelacht und angestoßen – insgesamt ein feuchtfröhlicher Abend. Nach dem InoffIzmir sehnten sich einige Staufen nach etwas Spaß und Party, was lautstark mit einem Megafon kommuniziert wurde. Gastfreundlich wie der Wingolf ist, wurde dem sofort mit einigen schnellen Bieren nachgekommen. Ein Teil der Reisegruppe machte sich stattdessen auf den Weg und erkundete noch die Keller anderer Verbindungen.

Am nächsten Morgen strotzten alle BBBB vor Energie, die sich beim Schlittschuhlaufen in der Frankfurter Eissporthalle entfalten konnte. Die Halle bot alles: mehrere Bahnen, sogar draußen im Sonnenschein, und ein Live-Eishockeyspiel, das einige direkt zu olympischen Ambitionen inspirierte. Pirouetten, Rückwärtsfahren, elegante Bögen – alles wurde ausprobiert.

Autorin Bambi

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